Gran Canaria/Teneriffa 18.-25.11.2001
Montag 19.11.01 500 - 1500Hm, 17km
Ziel war also wie gesagt der El Teide, der mit seinen stolzen 3718 der höchste Berg Spaniens ist. Wenn man bedenkt, dass sich der Startpunkt auf 0 Metern befindet, kann man sich ausrechnen, dass es erst einmal eine ziemlich lange Strecke nach oben geht. So begann der Tag genauso wie er endete: das Vorderrad immer etwas höher als das Hinterrad. Wir kamen aufgrund der zu trocknenden Sachen erst mit etwas Verspätung gegen 11Uhr los. Es ging nun in wesentlich ruhigere Gefilde, die Zahlen der Autos, die uns überholten, ging nun rapide zurück, denn wir fuhren in das nun beginnende Gebiet des Nationalparks. Die Luft wurde langsam kälter, zudem schlugen Tropfen des langsam einsetzenden Regens auf uns hernieder. Der Regen wurde langsam stärker und wir fuhren durch eine gottverlassene Gegend. Den letzten Ort schon mehrere km weit hinter uns gelassen, der nächste erst wieder kurz vor unserem Ziel mehrere km vor uns.
Doch immer wenn Engel reisen, eine Höhle am Wegesrand, direkt in den Fels gehauen, förmlich von Gottes Hand für uns gesendet. Sofort suchten wir Unterschlupf, eine gute Entscheidung, denn der Regen sollte den ganzen Abend nicht mehr aufhören. Die Höhle erwies sich in einem sehr gutem Zustand, der gesamte Boden war von Kiefernadeln bedeckt und die Temperaturen im inneren erwiesen sich als tolerabel.
Mehrere Versuche ein Lagerfeuer zu entfachen brachte neben ein paar züngelden Flammen fast nur Qualm und Rauch, aber auch die noch so gering abgegebene Wärme wurde von unseren unterkühlten Körpern gierig aufgesogen. Eine Holzvorrichtung für den Eingang wurde gebastelt, um mit der darauf aufliegenden Plane den Eingang vor Wind, Nässe und allzu neugierigen Blicken zu schützen. Dabei fingen wir das von der Regenplane herunterlaufenden Wasser mit einer Wurstplastikverpackung auf, nur für Notfälle. Wir machten uns „bettfertig“ und nach einer kurzen Gute-Nacht-Geschichte ging es dann gegen 18 Uhr in die Federn bzw. Kunstfasern. Dafür waren wir dann natürlich um so früher wach gegen 0Uhr standen wir in unseren Startlöchern, nach kurzer Absprache entschieden wir uns doch noch etwas zu verweilen. In der Nacht mussten wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass die Höhle nicht nur von uns gerne genutzt wurde. 2 Autos hielten vor unserem Eingang, eine Ewigkeit verging...... .....man hupte und fuhr zu unserem oder besser gesagt zu ihrem Erleichtern weiter. Da haben die Burschen noch mal Glück gehabt. So ein kleiner Adrenalinschub mitten in der Nacht hat doch noch niemanden geschadet.
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