Gran Canaria/Teneriffa 18.-25.11.2001
Sonntag 18.11.01 0 - 500 Hm
Vom Flug so ziemlich gerädert, der Grund war ein kleiner Schreihals, der es als seine Aufgabe betrachtetet, die gesamte vordere Abteilung des Flugzeuges wach zu halten, die er auch zu seiner vollsten Zufriedenheit erledigte. Der Flug ging zudem noch sehr früh los, so dass wir die vorhergehende Nacht gleich durchgemacht hatten und somit seit mittlerweile über 24 Std. auf den Beinen waren. Ansonsten erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang, hoch Über den Wolken soll die Freiheit wohl grenzenlos sein – ein farbenprächtiges Naturschauspiel. Diese Begeisterung für die Sonne scheint wohl dem Menschen angeboren zu sein, obwohl er es schon viele Male gesehen, ist er doch immer wieder fasziniert.
Gleich nach unserer Ankunft auf GC, ging es als erstes auf die Suche nach einem Stellplatz für unsere Kartonboxen, in denen wir unsere Räder flugtransportfähig machten. Dies sollte sich schwieriger als erwartet herausstellen. Nach mehreren Stunden hatten wir unter einer Brücke endlich ein trockenes, sicheres Plätzchen gefunden, und die Boxen wurden, um die Sicherheit noch weiter auszubauen, in großer Höhe festgeklebt, so dass sie vor diebischen Fingern und gierigen Blicken außer Reichweite waren. Anschließendes Ziel war der Hafen von Las Palmas, von wo wir mit der Schnellfähre (ca.80km/h) nach Teneriffa übersetzten. Nach einer kleinen Stärkung in einem kleinen Kneipe, die den verheißungsvollen Namen „Teide II“ hatte, der ja gleichzeitig unser eigentliches Ziel war. Mit vollen Bäuchen, wobei noch erwähnenswert wäre, dass bei Thomas mal wieder die Augen größer waren als sein Magen waren, schwangen wir uns in den Rushhourverkehr von Santa Cruz und bewältigten so einige Höhenmeter in bereits vollkommener Dunkelheit. Ein Platten an Thomas Rad (1:0) zwang uns eine unfreiwillige Pause einzunehmen, diese Unterbrechung den Reigen der Platten, Löcher, Snakebits und aufgerissen Schläuchen anführen.
Auf der Suche nach einem Schlafplatz, bei dem uns jetzt eigentlich so alles egal war, entschlossen wir uns auf einem freien Feld direkt in der Flugschneise des Flughafens, wobei die ankommenden bzw. landenden Maschinen sich noch in sehr geringer Höhe befanden, so dass der Geräuschpegel sich „leicht“ über den der üblichen Einschlafvoraussetzungen befand.
Der blanke Erdboden tat dann noch sein übriges. Mitten in der Nacht einsetzender Tau bescherte uns weitere Probleme, da wir diesmal nur mit Isomatte und Schlafsack unterwegs waren (das Zelt hatten wir aus Gewichtsgründen und der eigentlich als warm vorgestellten Nächte zu Hause gelassen). Auch die Plane half in dem Fall nicht weiter, die Nässe schien förmlich in jede Ritze zu kriechen, so dass unsere Schlafsäcke in kürzester Zeit durch waren. In der am Morgen aufgehenden Sonne trockneten die Sachen jedoch verhältnismäßig schnell.
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