Alpencross

Tourtagebuch Alpencross



29.08.99 Sonntag

Am frühen Morgen brach auf einmal ein relativ starkes Unwetter herein, wovon am Morgen nichts mehr zu sehen war, bis auf ein paar kleine Spritzer auf dem Zeltdach war es, als hätte es nie geregnet, denn auch der Boden (Gras) war völlig trocken. Wir wurden durch das gegacker der Hühner Küken geweckt. Wir beschlossen wieder nach Riva zu fahren und durften den gestern erklommenen Anstieg wieder herabfahren bzw. - steigen. Dazu nutzten wir einen kleinen Trampelpfad, der aufgrund von groben Natursteintreppen fast unbefahrbar war. Das herunterfahren/-schieben machte also so wenig Spaß wie das herauffahren. Plötzlich rutschte Jörg weg und dann lag er auch schon. Es ist aber alles gut ausgegangen.

In Riva angekommen (vorher durch unzählige Tunnel gefahren) beobachteten wir das lustige Treiben auf dem Marktplatz wo behinderte Kinder uns Jugendliche musizierten und zum anderen ein Triathlon in vollem Gange war. Anschließend machten wir einen kleinen Bummel durch die schmalen Gassen der Stadt - es ist schon Wahnsinn wie viele Touristen hier unterwegs waren - dabei trifft man fast nur Deutsche und beinahe jeder Italiener hier spricht Deutsch. Nach dem dinieren in einer Pizzeria schlichen wir wie 2 Vagabunden in den vor 2 Tagen genutzten Zeltplatz, schauten noch etwas Formel 1 (Coulthard 1., Häkkinen 2., Frentzen 3. ) und nutzten endlich einmal wieder die Dusche.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten fuhren wir nach Torbole, um ein geeignetes Nachtquatier zu finden. Auf der dritten Ebene eines Plateaus, dass sich in der Nähe eines abgelegenen Parkplatzes befand, schlugen wir unser Zelt auf. Danach sind wir noch einmal nach Riva gefahren um noch etwas einzukaufen, die Läden hatten aber bereits um 12:30 Uhr geschlossen. Also mussten wir notgedrungen in eine Pizzeria gehen. Ich aß eine zusammengeklappte Pizza Calzone und Thomas Tortelini (viel zu wenig) und so bestellte sich Thomas noch eine Pizza. Die uns empfohlene Pizzeria hieß Birreria Spaten. Anschließend kauften wir dort noch eine Flasche Wein in einer gebrauchten Mineralwasserflasche. Diese tranken wir dann auf einer Bank direkt am Lago. Auf der Rückfahrt nach Torbole überraschte uns ein Regenguss, so dass wir Unterschlupf unter einem Tankstellendach suchen mussten. Bei der anschließenden Weiterfahrt kippte ich, beim Versuch auf den Fußweg zu gelangen, im Zeitlupentempo um (ich bekam die Füße nicht aus den Pedalhaken).

Daten:
Distanz: 40 km