Alpencross

Tourtagebuch Alpencross



28.09.99 Samstag

Der erste Tag an dem wir mal richtig ausschlafen konnten. Am Vormittag gingen wir das erste mal im Gardasee baden. Die Sonne prasselte vom Himmel und man schwitze bei jeder kleinen Bewegung. Der See war gut gefüllt mit Surfern und man konnte die Anfängern ziemlich gut von den Könnern unterscheiden. Nach der Bezahlung des Zeltplatzes (18.000 Lire pP) machten wir uns um ca. 12:00 Uhr auf den Weg nach Campigno. Dies war ein typischen, halbverfallenes intalienisches Dörfchen (auf einer Art Halbinsel). Kostenlos konnten wir dort jedoch nicht campen, da nur Caravane und Wohnmobile zugelassen waren. Zudem wäre der Untergrund zum zelten viel zu steinig gewesen.

Unsere erste Pizza aßen wir hier in einem kleinen Ristorante - wir ließen es uns tüchtig schmecken. Eine Pizza rechte uns aber irgendwie nicht aus und so haben wir uns dann noch eine geteilt. Nachdem wir in der Nähe noch 3-5 kugeln Eis gegessen hatten war die Welt wieder in Ordnung und die Strapazen der letzten Tage wieder vergessen. Doch dies sollte nicht lange währen. Der Anstieg nach Oldesio (Tignale)war ziemlich hart und auf der Hälfte der Strecke nahmen wir ein kühles Bad im Swimmingpool eines Hotels an der Strasse. Man kann sagen, dass dies der heißeste Tag seit Beginn der Tour war und der Schweiß floss wieder mal in Strömen. Bald war auch der letzte Schluck unseres eisgekühlten Wassers (die Frau in der Eisdiele (landessprachlich "Gelateria" wurde später zu einem unsere Lieblingswörter) war sehr nett - sie füllte Eis in unsere Flaschen ) aufgebraucht. Wir schlichen uns in Badehose zum Hotel, die Bikes und Rucksäcke ließen wir ein paar Hundert Meter weiter versteckt zurück und hatten keine Probleme zum Pool zu gelangen. Ein paar Runden im kühlen Nass und dann wollten wir die Fahrt fortsetzen, hätten uns da nicht noch die sehr gut aussehenden, saftigen Tomaten so angelächelt. Wir ließen sie nicht lange allein herumhängen und nahmen uns ihrer an. Sie waren wirklich süß und saftig. Nach 1,5-2 Std. in Oldesio angekommen, schlugen wir während eines kleinen Regenschauers das Zelt auf. Danach speisten wir wieder in einem Ristorante (Pizza Marinara {Knoblauch}). Nach einem Bier auf dem Marktplatz, wir wunderten uns wie viele Menschen (aller Altersklassen) sich dort am Abend noch aufhielten, fuhren wir zu unserem "wilden Campingplatz".

Daten:
Distanz: 40 km